„Warum kann ich mich eigentlich nur so schlecht an meine Kindheit erinnern? Sie war doch so schön?“

Lange hat mich selbst diese Frage bewegt. Für meinen Abschluss der Familienaufstellung habe ich eine Facharbeit geschrieben unter dem Motto: „Zurück in die Zukunft: Vergangenheit gestalten  - Neues erleben“.
George Santayana sagt: „Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.“  In meinem Vortrag nehme ich euch mit auf meine eigene Reise und Entdeckungen, die ich im Zusammenhang der Aufstellungsarbeit lernen durfte. Was bedeutet zum Beispiel das Wort Gegenwart im hebräischen Kontext, wie geht man mit eigener Schuld oder wie mit Schuld der Vorfahren um, welchen Einfluss haben Körper, Seele und Geist aufeinander, etc.    

Warum streiten wir eher mit Menschen, die wir eigentlich mögen.  Manchmal gehören diese Menschen zu denen, mit denen wir eine Familie gegründet haben und mit denen wir glücklich werden möchten. Warum gelingt es so oft nicht harmonisch zusammen zu leben?
Ich glaube, dass viele Konflikte ihre Wurzel in einem alten Schmerz unserer Kindheit haben. Wir wurden in der Herkunftsfamilie verletzt und haben dort Muster erlernt, um uns zu schützen. Diese Muster (z.B. Flucht, Angriff, Erstarrung, Schweigen) wenden wir ganz unbewusst noch heute an und verhindern dadurch, dass der damalige Schmerz uns noch einmal trifft.  Dadurch verpassen wir aber die Gelegenheit eine gute reife Kommunikation anzuwenden und unsere Verletzungen heilen können.

Den wenigsten Streitenden ist klar, dass die Reaktionsmuster häufig gar nichts mit der aktuellen Beziehung zu tun haben, sondern eine Wiederholung eines Schmerzes aus der Ursprungsfamilie sind.
Jeder Schmerz will gespürt werden, bevor er sich auflösen kann. Die Aufstellungsarbeit ist eine Methode, die dazu einen sicheren Rahmen bietet.

In meinem Vortrag gebe ich Einblicke in die Grundlagen und Methoden, die in der Aufstellungsarbeit relevant sind.